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Bolivien

Fotos Bolivien

Fotos aus Bolivien – Landschaftsfotografie der Anden – Südamerikabilder

Bolivien erstreckt sich über eine Fläche von 1.098.580 km² (424.135 mi²). Es ist vollständig von Land umschlossen, nachdem es seinen Zugang zum Pazifischen Ozean im Pazifikkrieg von 1879 gegen Chile verloren hat. Der östliche Tei des Landes besteht aus den Niederungen des amazonischen Regenwaldes und dem Chaco. Im westlichen Teil steigen die Berge der Anden hoch in den Himmel, die das Altiplano zwischen der westlichen und der östlichen Andenkette einschließen, wo Lamas und Alpakas wegen ihrer Wolle domestiziert werden. Der höchste Berg ist der Nevado Sajama bei 6.542 m (21.463 ft). Der Titicacasee ist der höchste schiffbare See der Welt und liegt nördlich an der Grenze zu Peru. Der Südwesten von Bolivien wird vom Salar de Uyuni beherrscht, dem größten Salzflachland (Salzebene) der Welt, und ausgedehnten vulkanischen Wüstenlandschaften.

Bolivien ist reich an Mineralien und Gasfeldern. Bolivien besitzt das zweitgrößte Erdgasfeld von Südamerika nach Venezuela. In den Ebenen befinden sich die Lagerstätten von 70 % des Eisenerzes der Welt und von Magnesium.

La Paz, im Schatten vom Vulkan Illimani, ist die administrative Hauptstadt von Bolivien. La Paz ist mit 3.600 Metern (11.800 ft) die höchstgelegene Großstadt der Welt. Es ist berühmt für seinen Hexenmarkt, benannt nach seinen Wahrsagerinnen. Sie verkaufen Lamaföten und andere seltsame Medizin und bieten Alpakafelle und bunte Textilien an. Der Regierungssitz befindet sich an dem Plaza Murillo, der vom Präsidenten-Palast umgeben ist, (der Palacio Quemado), dem bolivianischen Kongressgebäude und dem Dom. Koloniale Architektur kann man in der Calle Jaen bewundern, die schön restauriert worden ist. Außerhalb von Las Paz liegt das Tal des Mondes, das Valle de la Luna, ein Gebiet mächtiger Erosion, welche die Erde in phantastischen Formen modelliert hat. Weiter nördlich, in Tiwanaku, befinden sich die Überreste einer Vor-Inka-Kultur. Die Bewohner von Tiwanaku haben eine 3000 Jahre alte Geschichte. Hier haben in letzter Zeit systematische archäologische Ausgrabungen begonnen. Im Vergleich dauerte die Regierungszeit der Inkas nur 100 Jahre.

Sucre ist die offizielle Hauptstadt und besitzt den Charme der alten Kolonialzeit sowie den größten Platz in Bolivien, der Plaza de 25 de Mayo. Der Dom und die Prefectura sind eindrucksvolle Gebäude. Sucre hat eine Universität und eine Anzahl von berühmten Kirchen wie die Santa Monica-Kirche und die San Francisco-Kirche. Man hat eine schöne Aussicht auf die Stadt vom Convento de la Recoleta. Da die Unabhängigkeit von Bolivien in Sucre erklärt wurde, befindet sich auch die Casa de la Libertad in dieser Stadt.

Ein anderes Zentrum ist Cochabamba, eine wachsende Metropole mit einem anderen beachtenswerten Platz, dem Plaza Colon. Cochabamba ist dafür berühmt, die größte Christus-Statue in der Welt zu besitzen, den Cristo de la Concordia. Einige der sehr reichen Bolivianer wohnten in Cochabamba. Simon I Patino war einer von ihnen. Er hinterließ ein atemberaubendes Anwesen mit einem stattlichen Haus, das jetzt ein touristischer Anziehungspunkt ist.
Die Isla de Sol im Titicacasee ist von jeher der angestammte Wohnsitz der Inkas. Noch heute kann man die Treppenanlagen der Inkas sehen. Lamas, Alpakas und Tortora-Boote bestimmen die landschaftliche Szenerie.

Die Spanier waren an der Stadt Potosi sehr interessiert. Sie wird als die höchstbesiedelte Stadt in der Welt mit einer Erhebung von 3.967 m (12.037 ft) über dem Meeresspiegel bezeichnet. Hier fanden sie den „Cerro Rico", einen aus Silber bestehenden Berg. Zu diesem Zeitpunkt, der Blütezeit, war Potosi die reichste Stadt in der Welt und die Druckerpressen in Casa de la Moneda produzierten den größten Teil der Münzen für das Spanische Reich. Die Stadt hat einen schönen Plaza Mayor direkt vor dem Dom. Die Konvente von San Francisco und Santa Teresa sind heute Hauptattraktionen und repräsentieren Potosis katholische Vergangenheit. Potosi ist berühmt für das Chutillos-Fest, für das sich die Bolivianer aus allen Regionen des Landes versammeln, um in ihren Kostümen Tänze aus allen Teilen Boliviens aufzuführen.

Der südwestliche Teil Boliviens muss einer der surrealistischsten Orte der Erde sein. Der Salar de Uyuni ist die größte Salzebene der Welt und erstreckt sich über ein Gebiet von 10.582 km² (4.085 mi²). Es liegt in einer Höhe von 3.650 Metern (11.975 ft). Außer Salz werden in dieser Salzebene Halit (Steinsalz) und Gips gewonnen. Die Mächtigkeit des Salzes beträgt 6 bis 10 Meter (über 20 ft) und beinhaltet ungefähr 10 Billionen Tonnen an Salz.

Der Ursprung des Salar de Uynuis liegt im prähistorischen See Minchin, der vor einigen 40.000 Jahren existierte. Angrenzend an den Salar de Uyuni befindet sich der Salar de Coipasa, auch ein Rest des oben genannten prähistorischen Sees.

Ein anderes Merkmal vom Salar de Uyuni sind der Los Ojos de Salar oder die Augen des Salar. Dies sind Quellen, welche von den mäanderartigen unterirdischen Flüssen den Salar fingerförmig durchfließen und an bestimmten Punkten an die Oberfläche treten. Das Wasser ist kalt, aber es enthält Algen und andere Kleinstlebewesen, die dem Wasser eine bräunliche Färbung geben. Das berühmte Salzhotel, ein vollkommen aus Salzblöcken hergestelltes Bauwerk, liegt in der Mitte vom Salar.

Im Salar liegen 20 Inseln, die Incahuasi oder Isla del Pescado (Fischinsel) ist die größte und interessanteste dieser Inseln. Der Kaktuswald auf dieser Insel ist in der Tat beeindruckend. Er besteht aus 4.030 alten Kakteen, einige 10 Meter (30 ft) hoch. Die Insel besteht aus versteinertem Kalkstein, in dem viele Korallenüberreste eingeschlossen sind.

Weiter südlich erstreckt sich eine vulkanische Wüste, die von riesigen Vulkanen, dem  Ollague und dem Lincanabur dominiert wird. Andere bemerkenswerte Berge sind die Berge Tomas Amil, Ejera, Cerro Nelli und Corina. Seltsame Pflanzen wachsen in diesen Wüstenlandschaften wie die Yareta. Es sieht wie Schaumbad aus aber es ist hart und braucht eine lange Zeit zum wachsen. Dort liegen auch die Siloli-Wüste und die Wüste von Dali (Desierto de Dali), die dem Besucher so surrealistisch und abstrakt erscheinen. An einigen Orten trifft man auf vulkanische Aktivitäten wie im Sol de la Manana (Tal der Morgensonne), wo Fumaroles große Mengen von heißem Dampf auswerfen und Schwefelgase aus sprudelnden Schlammteichen entweichen. In einem See dieses Gebietes heizt eine Therme eine Bucht des ansonsten zugefrorenen Sees so weit auf, dass man dort Schwimmen oder ein Bad nehmen kann. Sie wird Aguas Termales de Polquis genannt. Die spektakulärsten Aspekte dieser Wüsten und unwirklichen Landschaft sind die Lagunen. Es gibt zwei Lagunen, wo sich die Flamingos versammeln: die Laguna Hedionda und die Laguna Colorada. Es gibt drei Arten von Flamingos in beiden Lagunen: Der verbreiteste Flamingo in diesen Gewässern ist der Jamesflamingo auch als Jututu bekannt. Die anderen zwei südamerikanischen Flamingos sind der chilenische Flamingo und der Andenflamingo.